Online KlimaLecture: Vom Wissen zum Handeln
Während wissenschaftliche Erkenntnisse die Dringlichkeit wirksamer Klimapolitik seit Jahren unterstreichen, bleibt ihre Umsetzung in konkretes klimapolitisches Handeln häufig hinter dem Notwendigen zurück. Dabei zeigen Umfragen in vielen Ländern eine hohe Zustimmung zu Klimaschutz. Dennoch werden ambitionierte Maßnahmen verzögert, verwässert oder scheitern in der Umsetzung. Es zeigt sich ein Paradox: Klimaschutz hat offenbar kein reines Akzeptanzproblem; vielmehr gelingt die Übersetzung gesellschaftlicher Zustimmung in konkrete Politik nur unzureichend. Woran liegt das, und warum gelingt es bislang nicht, breite Unterstützung in konkretes klimapolitisches Handeln zu übersetzen?
In der 12. KlimaLecture (online) wird dieses Spannungsverhältnis aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven diskutiert. Im Mittelpunkt stehen psychologische und institutionelle Faktoren, die darüber entscheiden, ob Klimapolitik Zustimmung in wirksames Handeln übersetzen kann. Besprochen wird, wie politische Maßnahmen gestaltet sein müssen, um Akzeptanz und Vertrauen zu sichern, welche Rolle Freiheitswahrnehmungen bei Regeln und Verboten spielen und unter welchen Bedingungen Klimapolitik politisch durchsetzbar und langfristig stabil ist.
Es diskutieren:
- Prof. Dr. Linus Mattauch, TU Berlin, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und Mitglied der Jungen Akademie
- Dr. Katrin Schmelz, Verhaltensökonomin und Psychologin, Santa Fe Institute und Technical University of Denmark
- Prof. Dr. Philipp Staab, Professor für Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin
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